„Intergalaktischer“ Erfolg für wissenswerkstatt

  • Team der wissenswerkstatt Passau landet auf Platz 3 im Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO), das unter dem Motto „Weltall“ stand
  • Teilnahme am Weltentscheid in Sotschi/Russland nur knapp verfehlt

Drei junge Tüftler aus Passau gehören zu Deutschlands besten Roboter-Programmierern. Beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO) erreichten Pelagija Zlatić, Nils Giefing und Hans Reiser, die für die die wissenswerkstatt Passau an den Start gingen, einen sensationellen dritten Platz. Auch wenn man die Qualifikation für das Weltfinale im russischen Sotschi damit nur knapp verfehlte, ist die Freude in der wissenswerkstatt Passau groß.

„Unterm Strich haben nur ein paar Punkte gefehlt“, berichtet wiwe-Leiter Ralf Grützner, der das Team zusammen mit Werkstattmeister Christian Eder und Coach Ewald Wasmeier zum Deutschlandfinale nach Dortmund begleitete. „Der zweite Platz hätte für die Qualifikation gereicht.“ Insgesamt kämpften 160 Jugendliche in 59 Teams und drei Altersklassen um einen der begehrten Startplätze für Sotschi.

Wie schon beim Vorentscheid stand der Wettbewerb unter dem Motto „Weltall“. Unter anderem mussten die Teilnehmer ihre Roboter so programmieren, dass sie Trümmerteile über eine bestimmte Umlaufbahn zur Weltraumfabrik bringen. „Das sah in der Praxis so aus, dass wir unseren Robotern beibringen mussten, rote und blaue Spielzeugbälle voneinander zu unterscheiden, aufzulesen und über einen vorgegebenen Streckenverlauf zum Ziel zu manövrieren“, erklärt Pelagija Zlatić vom Team der wissenswerkstatt. „Die Anordnung der Bälle und der Streckenverlauf waren von Durchgang zu Durchgang unterschiedlich. Die Programmierung musste so angelegt sein, dass die Roboter auf solche Veränderungen schnell reagieren können.“
Nur zwei Teams schafften die Aufgaben in kürzerer Zeit als die „wiwe gamer“, das Team der Passauer wissenswerkstatt. „Auch wenn nur ein paar Sekunden gefehlt haben, können wir mächtig stolz sein auf diesen Erfolg“, freut sich Werkstattmeister Christian Eder. „Schließlich sind wir von Null gestartet, da wir das erste Mal an der Veranstaltung teilgenommen haben.“

In den Wochen vor dem Entscheid hatte das Team der wissenswerkstatt noch jede Menge Trainingseinheiten absolviert, die Roboter immer wieder optimiert und Fehler ausgebügelt. Ewald Wasmeier, der von der Uni Passau eigens als Coach zur Verfügung gestellt wurde, unterstützte die jungen Tüftler dabei.

Neben der wissenswerkstatt Passau waren auch zwei Teams vom Maristengymnasium in Fürstenzell und der Mittelschule Untergriesbach beim Deutschlandfinale am Start. Die Anreise nach Dortmund trat man gemeinsam in dem von der Firma Prowin A+W gesponserten Bus an.

Die Siegerehrung fand im Rathaus der Stadt Dortmund statt. Oberbürgermeister Ullrich Sierau überreichte die Urkunden. wiwe-Leiter Ralf Grützner und sein Team versprachen: „Auch wenn es mit dem Weltfinale nicht ganz geklappt hat, im nächsten Jahr peilen wir diese Ziel ganz fest an.“ Dazu will man zusätzliche Übungsmöglichkeiten in der wissenswerkstatt schaffen, damit interessierte Teilnehmer das Zusammenspiel von Mechanik und Programmieren auf Herz und Nieren austesten können. „Beim Weltfinale 2015 in Katar wollen wir auf alle Fälle dabei sein“, waren sich die Robotik-Tüftler einig.


Bild:
Sie erreichten Platz drei beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO) in Dortmund. Von links: wiwe Leiter Ralf Grützner, Nils Giefing, Pelagija Zlatić, Coach Ewald Wasmeier, Hans Reiser und Werkstattmeister Christian Eder. (Foto wiwe)

 

Pressekontakt:
wissenswerkstatt Passau e.V.
Gernot Hein, Vorstand
Tel. +49 (0)851 494-2480
Fax: +49 (0)851 494-90 2480
Email: gernot.hein@zf.com

WRO4_Passauer_Team.jpg