Landrat besucht wiwe in Friedrichshafen

Landrat Franz Meyer und Vertreter des Kreistages besuchen die Bildungseinrichtung der ZF Friedrichshafen AG. Das Erfolgsmodell mit über 10.000 Besuchern in vier Jahren ist Vorbild für die Passauer wissenswerkstatt.

Anfang 2013 startet die wissenswerkstatt Passau. Die Einrichtung, die auf Initiative von ZF am Standort Passau ins Leben gerufen wurde, soll Kinder und Jugendliche von acht bis 18 Jahren für Technik begeistern. Vorbild für das Konzept in Passau ist die wissenswerkstatt in Friedrichshafen, die vor vier Jahren von der ZF Friedrichshafen AG ins Leben gerufen wurde. Landrat Franz Meyer und eine Delegation des Kreistages machten sich auf Einladung von ZF vor Ort ein Bild von der Einrichtung.

Stefan Haas, Leiter der Friedrichshafener wissenswerkstatt, führte die Besucher durch die Labore und Werkstätten. „Für Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 18 Jahren haben wir für jeden spannende Themen und Experimente im Angebot“, erklärte Haas. „Viele Leute wissen nicht genau, wie eine Brennstoffzelle funktioniert. Bei uns bauen zehnjährige Mädchen und Buben eine voll funktionstüchtige Brennstoffzelle selbst komplett zusammen.“

Die verschiedenen Kurse in den Bereichen Physik, Fahrzeugtechnik, Biologie, Chemie aber auch Astronomie und Raumfahrt sind dabei auf das Alter und die Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zugeschnitten. „Wir sind keine Konkurrenzveranstaltung zur Schule, sondern eine sinnvolle Ergänzung“, so Haas. „Wir arbeiten eng mit Lehrern zusammen, die uns regelmäßig mit ihren Schülern besuchen und hier Versuche und praktische Übungen durchführen, zu Themen, die gerade im Unterricht behandelt werden.“

Nicht nur im Rahmen der schulischen Ausbildung suchen Mädchen und Buben die Wissenswerkstatt auf.
„Von den rund 2700 Besuchern im Jahr kommen mehr als die Hälfte in ihrer Freizeit“, berichtete Haas. 63 Prozent davon sind Buben, 37 Prozent Mädchen. Im Internet können sich die Jugendlichen jederzeit über aktuelle Bildungsangebote und freie Plätze informieren – und sich anmelden. Seit dem bald vierjährigen Bestehen haben über 10.000 Mädchen und Buben die wissenswerkstatt Friedrichshafen bereits besucht.

Bei der Konzeptionierung der wissenswerkstatt Passau lehnen wir uns an das Friedrichshafener Erfolgsmodell an“, erklärte Gernot Hein, Leiter für Marktentwicklung und Kommunikation bei ZF in Passau, der die wissenswerkstatt Passau ZF-seitig koordiniert. „Als größter Arbeitgeber der Region ist es uns wichtig, gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen“, so Hein. „Obwohl wir in einer attraktiven Region leben, wandern immer mehr junge Menschen in die großen Ballungsräume ab. Um einem drohenden Facharbeiter- und Ingenieurmangel entgegenzuwirken, wecken wir früh das Interesse für Technikthemen und zeigen den Kindern und Jugendlichen interessante berufliche Perspektiven, denen sie in den Betrieben unserer Region nachkommen können.“

Wie das gelingt, davon konnten sich Landrat Meyer und die Passauer Kreistags-Delegation in Friedrichshafen selbst überzeugen. Während des Besuchs programmierten Schüler eines Gymnasiums gerade an der Steuerung eines Roboters. Fasziniert vom Ergebnis waren nicht nur die jungen Forscher selbst. Der Landrat und die Kreistags-Vertreter waren beeindruckt: „Es war eine gute und richtige Entscheidung, dass sich der Landkreis Passau an der wissenswerkstatt Passau beteiligt hat. Dieses Projekt passt hervorragend zu unserer Strategie, durch intelligente Maßnahmen Kinder und Jugendliche für Berufsbilder zu begeistern, die in den Betrieben unserer Region angeboten werden.“

Bild:
Wie die wissenswerkstatt funktioniert, begutachteten Landrat Franz Meyer (Mitte), Regierungsdirektor und Vorstand der wissenswerkstatt Passau e.V. Klaus Froschhammer (rechts) sowie die Kreisräte Manfred Hofmann (links), Bernd Zechmann (2. v.l.), Hermann Duschl (3. v.r.) und Roswitha Nöbauer. Gernot Hein, Vorstand der wissenswerkstatt Passau e.V. und Leiter Marktentwicklung und Kommunikation bei ZF (3. v.l.) sowie die beiden wissenswerkstatt-Leiter Stefan Haas aus Friedrichshafen (4. v.l.) und Ralf Grützner aus Passau (4. v.r.) erklärten das Konzept der Bildungseinrichtung. (Foto: ZF)

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