Wie der Strom in die Steckdose kommt

Seit einem Jahr gibt es das Projekt "wissenswerkstatt", kurz wiwe, in Passau. Die Bildungsinititative wird getragen von ZF, Stadt und Landkreis Passau, den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden (bayme vbm) und der Uni Passau. Gestern wurde der erfolgreiche Start gefeiert.

Kinder und Jugendliche von acht bis 18 Jahren haben die Möglichkeit, aus einem breiten Angebot Technik und Naturwissenschaft zu entdecken. Auf 400 Quadratmetern ist vormittags Schulklassen und am Nachmittag Einzelpersonen die kostenfreie Kursteilnahme möglich. Bis zu 16 Experimentierwillige gleichzeitig können sich an Kursen zur Robotik, zum Satellitenbau oder zum Thema Internet ausprobieren. Auch Fragestellungen der Art "Wie kommt der Strom in die Steckdose?" werden eingehend behandelt. Die Uni Passau bringt Fachwissen aus den Bereichen Mathematik und Informatik ein. Das Angebot soll stetig erweitert werden. Auch die Zusammenarbeit mit Firmen ist laut Trägerverein noch ausbaufähig. "Ziel ist es, bei jungen Menschen zu einem frühen Zeitpunkt das Interesse für Technik und Wissenschaft zu wecken", so Vorstandsmitglied Gernot Hein.

Publikumsverkehr gibt es seit Ende Januar. Bis heute haben 1300 Technikbegeisterte in die ehemalige Schalterhalle der Post gefunden. "Das praktische Tun" steht im Vordergrund, betont Manfred Schwab, ehemals in der Geschäftsführung der ZF Passau und aktuell Vorstandsvorsitzender der wiwe.

Ziel ist das Heranführen möglichst junger Menschen an die Technik, ohne den Notendruck des regulären Schulunterrichts. Und im Nachgang die Rekrutierung neuer Kräfte für die technisch ausgerichteten Betriebe in der Region, wie OB Jürgen Dupper und Landrat Franz Meyer betonen.

Das Jahresbudget der Werkstatt beträgt 300 000 Euro. Für zehn Jahre steht die Grundfinanzierung. Zwei Drittel der drei Millionen Gesamtsumme kommen von der ZF. Das Restdrittel tragen Verbände, Firmen und die öffentliche Hand.

 

Foto: Jäger

Ein Jahr Verein "wissenswerkstatt": Vorstandsvorsitzender Manfred Schwab (v.l.), Uni-Präsident Prof. Dr. Burkhard Freitag, Vorstandsmitglied Manfred Reichenstätter,OB Jürgen Dupper, Vorstandsmitglied Gernot Hein, Landrat Franz Meyer, Vorstandsmitglied Jutta Krogull und Ralf Grützner, Leiter der Einrichtung.

 

06-20_PNP_Wie der Strom in die Steckdose kommt.pdf

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Ein Jahr wiwe