Verein wissenswerkstatt zieht nach einem Jahr positive Bilanz

  • Seit der Eröffnung im Januar waren 479 Mädchen und 825 Buben in über 115 Kursen zu Gast
  • Vor einem Jahr wurde der Verein wissenswerkstatt Passau e.V. ins Leben gerufen

Seit knapp einem halben Jahr hat die wissenswerkstatt ihre Türen in Passau geöffnet. Rund 1.300 Mädchen und Buben haben in den Räumlichkeiten seither gebohrt, geschraubt, gelötet, getüftelt und spielerisch dazu gelernt. Über 115 Kurse haben wiwe-Leiter Ralf Grützner und sein Team durchgeführt. Dabei gehörten Kinder und Jugendliche verschiedener Schularten und jeden Alters sowie auch eine italienische Reisegruppe zu den Gästen.

„Die Resonanz ist wirklich hervorragend“, berichtet Dr. Manfred Schwab, Vorsitzender des Vorstands der wissenswerkstatt Passau e.V. „Viele der Kinder sind bereits zum siebten oder achten Mal zu Gast, dazu nehmen immer mehr Schulen die Angebote der wissenswerkstatt wahr.“ Schon nach kurzer Zeit also hat das Projekt wissenswerkstatt in Passau voll eingeschlagen – nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei Eltern, Lehrern und politisch Verantwortlichen.

Nur ein Jahr zuvor, am 14. Juni 2012, gründeten Vertreter von ZF am Standort Passau, Stadt und Landkreis Passau und der bayerischen Metall- und Elektro Arbeitgeberverbände (bayme vbm) sowie die Universität Passau einen gleichnamigen gemeinnützigen Verein, der die wissenswerkstatt als Bildungsinitiative trägt. Die Finanzierung ist durch die Vereinsmitglieder auf zehn Jahre gesichert, den Löwenanteil trägt ZF bei.

Oberbürgermeister Jürgen Dupper und Landrat Franz Meyer, die beide von Anfang an in die Entstehung der wissenswerkstatt in Passau involviert waren, loben das Projekt und seine Entwicklung: „Die wissenswerkstatt ist eine Bereicherung für die Stadt Passau und die ganze Region. Wir haben viele technikgeprägte Unternehmen in der Region. Die Einrichtung ist ein richtiger und wichtiger Schritt, um Nachwuchs an Ingenieuren und technischen Fachleuten zu sichern.“ Prof. Dr. Burkhard Freitag, Präsident der Universität Passau, ergänzt: „Die Universität hat ihr Studienangebot mit Einführung des Bachelor-Studiengangs Mobile und Eingebettete Systeme zum WS 2012/2013 in Richtung Technik weiter ausgebaut. Die Entscheidung für oder gegen ein technik-orientiertes Studium fällt jedoch oftmals lange vor Schulabschluss. Umso wichtiger sind die Angebote der wissenswerkstatt, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für Technik und Wissenschaft zu begeistern. Wir unterstützen sie dabei mit unserer wissenschaftlichen und fachdidaktischen Expertise.“

„Die Kinder können in der wissenswerkstatt Praxisluft schnuppern“, sagt Gernot Hein, der bei ZF für Kommunikation und Marketing verantwortlich ist und die wissenswerkstatt mitinitiiert hat. „Je mehr Schüler über etwas nachdenken müssen, je mehr sie etwas bearbeiten, umso tiefer bleibt es im Gedächtnis. Und wenn es dazu führt, dass Kinder durch die wissenswerkstatt Interesse für technische Themen entwickeln und später einen technisch geprägten Beruf ergreifen, dann haben wir unser Ziel erreicht.“

Schulen und Betriebe in der Region mit in das Projekt einzubinden, das ist für Dr. Jutta Krogull, Geschäftsführerin der bayme vbm Geschäftsstelle Niederbayern, besonders wichtig: „Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängt stark davon ab, welche technische Neuerungen und Innovationen sie bieten können. Die wissenswerkstatt leistet daher einen wichtigen Beitrag den künftigen Bedarf der örtlichen und regionalen Industrie an Facharbeitern, Technikern und Ingenieuren zu decken. Wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung der wissenswerkstatt hier in Passau.“

„Uns ist vor allem wichtig, dass für Eltern und Kinder in der wissenswerkstatt keine Kosten entstehen“, sagt wiwe-Leiter Ralf Grützner, der mit seinem Team die Kurse leitet.
Das gesamte Programm ist sowohl für Kinder und Jugendliche kostenlos – egal ob sie der wiwe über die Schule organisiert einen Besuch abstatten oder auf Eigeninitiative an den Nachmittagen.
Das Angebot ist dabei nicht auf einzelne Schularten oder Altersstufen begrenzt, sondern steht allen jungen Menschen von acht bis 18 Jahren offen. Das Konzept hinter der Einrichtung: Kinder und Jugendliche aller Schulformen erschließen sich selbstständig handwerkliche und physikalische Zusammenhänge und bekommen so einen besseren Zugang zur Technik.

Wie kommt der Strom in die Steckdose? Oder warum fliegt ein Flugzeug? Solchen Fragen wird in der wissenswerkstatt nicht nur in der Theorie nachgegangen, sondern durch tüfteln, basteln und experimentieren auch gleich in die Praxis umgesetzt. Ziel ist es, bei jungen Menschen zu einem frühen Zeitpunkt das Interesse für Technik und Wissenschaft zu wecken und ihnen langfristig berufliche und persönliche Perspektiven aufzuzeigen.

In der wissenswerkstatt steht dabei das Selbermachen im Vordergrund. Mit ihrem Kursangebot ist die Einrichtung daher die ideale Ergänzung des schulischen Lehrplans um praktische Inhalte. Kindern und Jugendlichen sollen die Augen geöffnet werden, welche Begeisterung Technik auslösen kann, wenn man selbst daran mitgetüftelt und gebastelt hat.

Die Anmeldung für die Kurse erfolgt im Internet unter der Adresse www.wiwe-pa.de.

Pressekontakt:
wissenswerkstatt Passau e.V.
Gernot Hein, Vorstand
Tel. +49 (0)851 494-2480
Fax: +49 (0)851 494-90 2480
Email: gernot.hein@zf.com

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