Junge Flüchtlinge tüfteln in der wissenswerkstatt

  • Unbegleitete Flüchtlinge aus der Unterkunft Neureut erkunden Kursangebot der wissenswerkstatt
  • „Besuch ist willkommene Abwechslung im Alltag der Jugendlichen“

Vier junge Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan stellten kürzlich in der wissenswerkstatt Passau ihr technisches Verständnis und handwerkliches Geschick unter Beweis. Organisiert über die Flüchtlingseinrichtung in Neureut bei Patriching statteten sie der wissenswerkstatt einen Besuch ab und gingen dabei technischen Phänomenen auf den Grund.  

Geschraubt, gebohrt und gelötet wurde unter anderem am Geschicklichkeitsspiel „Der heiße Draht“, den die 15- bis 17-Jährigen nach der Fertigstellung zusammen mit ihren deutschen „Partnerkindern“ testeten. „Wie jeder Teilnehmer, der die wissenswerkstatt besucht, dürfen sie das Gebastelte behalten und mit nach Hause nehmen“, erzählt wiwe-Leiter Ralf Grützner.

Der Besuch kam auf Einladung von ZF in Passau, die die wissenswerkstatt maßgeblich unterstützt, zustande. „Uns ist enorm wichtig, die Interessen junger Menschen zu fördern und die beruflichen Chancen, die die Bereiche Technik und Wissenschaft bieten, aufzuzeigen. Dies gilt insbesondere auch für junge Flüchtlinge, da in technischen Berufen dringender Bedarf an Fachkräften herrscht“, erläutert ZF Pressesprecher Gernot Hein. „Wenn wir darüber hinaus einen kleinen Beitrag dazu leisten können, den jungen Menschen zu helfen, sich schneller in unserer Kultur einzuleben, machen wir das natürlich gerne.“   

„Der Kurs war eine willkommene Abwechslung für die Jungen“, erzählt Maria Leuchtner, Bereichsleiterin im Haus St. Josef in Büchlberg, zu dem Flüchtlingseinrichtung für unbegleitete Minderjährige in Neureut gehört. „Der Alltag mit Schule, Deutschunterricht und das Zurechtfinden in einem fremden Kulturkreis ist für sie ohnehin nicht leicht. Hinzu kommt die ständige Sorge um Familie und Freunde in den Krisenregionen.“

Von den vielen Möglichkeiten und dem großen Kursangebot der wissenswerkstatt waren die Jugendlichen schnell beeindruckt. „Die Zusammenarbeit, auch mit den deutschen Jugendlichen, war hervorragend“, erzählt Maria Leuchtner. „Sie haben zusammen gebastelt, gespielt und gelacht. Ein gutes Beispiel für gelebte Integration.“  

Bild:
Konzentriert und talentiert gingen die jungen Flüchtlinge wie Mojtaba Rajabi (17) in der wissenswerkstatt zu Werke. (Foto: wiwe)

Pressekontakt:
wissenswerkstatt Passau e.V.
Gernot Hein, Vorstand
Tel. +49 (0)851 494-2480
Fax: +49 (0)851 494-90 2480
Email: gernot.hein@zf.com

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Konzentriert und talentiert gingen die jungen Flüchtlinge wie Mojtaba Rajabi (17) in der wissenswerkstatt zu Werke.