4.600 Besucher in der wissenswerkstatt im 1. Jahr

  • Mitglieder ziehen positive Bilanz: 4.600 Besucher im ersten Jahr
  • Nachfrage nach wie vor auf hohem Niveau
  • Erweitertes Kursangebot und neue Projekte in Planung

Die wissenswerkstatt Passau zieht nach einem Jahr eine überaus positive Bilanz. 4.600 Mädchen und Buben besuchten die Einrichtung seit der Eröffnung Anfang Februar 2013. Ein Ansturm, mit dem die Macher der wissenswerkstatt so nicht gerechnet hätten, 2.000 Besucher hatte man für das erste Jahr angepeilt. Die Gründungsmitglieder u.a. mit Landrat Franz Meyer, Oberbürgermeister Jürgen Dupper  und Prof. Dr. Burkhard Freitag gratulierten dem „Geburtstagskind“ zum gelungenen Start.

„Die wissenswerkstatt hat sich innerhalb kürzester Zeit einen hervorragenden Namen gemacht und ist fest in der Region etabliert“, freut sich Franz Meyer. „Davon zeugen nicht nur die beeindruckenden Besucherzahlen, sondern auch der Eifer, mit dem die Mädchen und Buben hier zu Werke gehen.“ Auch Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper fand lobende Worte: „Die Einrichtung ist ein Leuchtturmprojekt, das weit in die Region  hinausstrahlt. Ein Plus für jede Stadt, insbesondere für eine Schul- und Universitätsstadt wie Passau.“

Seit Februar 2013 ist die wissenswerkstatt in Betrieb. Seither haben rund 2.800 Jungen und 1.800 Mädchen die Einrichtung besucht. Rund 400 Kurse haben wiwe-Leiter Ralf Grützner und sein Team durchgeführt. Dabei gehörten Kinder und Jugendliche verschiedener Schularten und jeden Alters zu den Gästen. Egal ob im Bereich Mechanik, Elektronik oder Informatik – in der wissenswerkstatt gehen die Kinder und Jugendlichen den Dingen auf den Grund. „Die starke Verzahnung von Theorie und Praxis zieht sich wie ein roter Faden durch die Inhalte der Einrichtung“, sagt wiwe-Leiter Ralf Grützner.  

Mittlerweile hat sich das Projekt zu einem regelrechten Exportschlager entwickelt. Vor fünf Jahren ging die erste wissenswerkstatt in Friedrichshafen an den Start. Im vergangenen Jahr öffnete die wissenswerksatt an den ZF-Standorten Passau und  Schweinfurt ihre Tore. 2014 kommt in Saarbrücken ein neuer Ableger der Einrichtung hinzu.

„Ideen aus der Passauer wissenswerkstatt werden bei den Schwestereinrichtungen bereits übernommen“, erklärt ZF-Marketingleiter Gernot Hein, der die Passauer wissenswerkstatt ZF-seitig betreut. So beispielsweise das neu entwickelte Kursmanagement-System. Ein eigens konzipiertes IT-Programm ermöglicht Eltern, Kindern und Lehrern eine Anmeldung mit wenigen Mausklicks, erfasst darüber hinaus die Besucherstatistiken und meldet automatisch, welche Kursmaterialien wann und in welcher Stückzahl bestellt werden müssen. „Das erspart einen immensen Arbeitsaufwand“, resümiert Hein. „Andere wissenswerkstätten haben das System bereits aufgegriffen.

“Das Grundprinzip, das hinter der wissenswerkstatt steckt, ist dabei an allen Standorten gleich: Kinder und Jugendliche aller Schulformen erschließen sich selbstständig handwerkliche und physikalische Zusammenhänge und bekommen so einen besseren Zugang zur Technik. Leitgedanke ist dabei die Orientierung an den Stärken der Kinder und Jugendlichen. „Früh im Leben zu wissen, wo die eigenen Stärken liegen, sehe ich als notwendige Basis für ein erfolgreiches Berufsleben“, sagt wiwe-Leiter Ralf Grützner. „Wir wollen Talente erkennen und fördern. Wenn ein Kind weiß, wo es gut ist, erleichtert das viele Entscheidungen. Wir wollen die Stärken der Kinder und Jugendlichen herauskitzeln, gezielt fördern und die Weichen für ein erfolgreiches Berufsleben stellen.“

„Die Wirtschaft im Raum Passau ist stark von Industrie- und Technologieunternehmen geprägt“, sagt Dr. Manfred Schwab, Vorsitzender des Trägervereins wissenswerkstatt Passau e.V. „Daher ist Weitsicht gefragt, um den wachsenden Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften und Ingenieuren auch in Zukunft zu decken. Die wissenswerkstatt bietet hervorragende Möglichkeiten, um jungen Menschen die Scheu vor Technik zu nehmen und berufliche Perspektiven aufzuzeigen.“

Ähnlich sieht dies auch Dr. Jutta Krogull, Geschäftsführerin der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm in Niederbayern und Mitglied im wiwe-Vorstand: „Niederbayern ist auch angesichts der demografischen Entwicklung in Zukunft auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Die frühe Förderung von potenziellen Nachwuchskräften ist hierzu ein wichtiger Baustein. Nur so können wir die Stärke unseres Wirtschaftsstandorts nachhaltig sichern.“

Das Projekt wurde von Beginn an auf eine breite Basis gestellt. Verschiedene Partner aus Wirtschaft und Politik wurden mit ins Boot geholt und sind Gründungsmitglieder im Verein wissenswerkstatt e.V. Neben ZF am Standort Passau zählen auch die Stadt und der Landkreis Passau, die Universität sowie bayme vbm zu den Unterstützern. Auch weitere Unternehmen aus der Region, wie Siemens und Hatz in Ruhstorf sowie Sumida in Erlau, haben sich daran beteiligt. Die Grundfinanzierung, bei der ZF den Löwenanteil trägt, ist auf zehn Jahre garantiert. 

Ideelle Unterstützung leistet vor allem die Universität Passau. Studierende und Dozenten helfen mit bei der Konzipierung und Durchführung der Kurse. „Dies sind vorwiegend Studierende im Fach Grundschullehramt“, berichtet Uni-Präsident Professor Dr. Burkhard Freitag. „Für sie ist es eine hervorragende Praxiserfahrung.“ Doch nicht nur für Studierende schafft die Einrichtung Synergieeffekte: „Die wissenswerkstatt ist ein gutes Beispiel, wie die Vernetzung von Wirtschaft, Schulen und Universität in der Region gelingen kann“, so Freitag.

Nach dem erfolgreichen ersten Jahr wird sich die wissenswerkstatt auf den erworbenen Lorbeeren jedoch nicht ausruhen. Die wiwe-Verantwortlichen haben den Blick bereits nach vorne gerichtet: Mit den Kursreihen „Robotik III“ und „Rob Experts“ wurde das Angebot erweitert. „Bisher hatten wir zwei Robotik-Kurse im Angebot“, sagt wiwe-Leiter Ralf Grützner. „Die sind so gut bei den Kindern und Jugendlichen angekommen, dass wir uns entschlossen haben, die Reihe um weitere Kurse zu erweitern. Dabei bauen und programmieren Schüler ab 10 Jahren ihren eigenen Roboter“.

Auch der Entwicklung von Apps, also Applikationen für Smartphones und andere mobile Geräte, geht man in der wissenswerkstatt seit kurzem auf den Grund. Im Kurs „Create your own App“ lernen Kinder ab 13 Jahren wie eine App aufgebaut ist und wie man sie selbst programmieren kann. Auch weitere Pläne haben die wiwe-Verantwortlichen in der Schublade.

Ein besonderes Highlight steht bereits im Februar 2014 ins Haus: Die wissenswerkstatt ist einer von 15 deutschen Austragungsorten der World Robot Olympiad (WRO), einem Wettbewerb bei dem junge Tüftler ihr Geschick beim Bauen und Programmieren von Robotern unter Beweis stellen können. „Dass wir bereits im ersten Jahr unseres Bestehens zu den Ausrichtern dieser Veranstaltung zählen, ist eine besondere Auszeichnung“, sagt wiwe-Leiter Ralf Grützner.

Mitmachen an der World Robot Olympiad können Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren, die in verschiedenen Altersklassen jeweils in Zweier- oder Dreierteams antreten. Gemeinsam mit einem Team-Coach (Lehrer, Eltern oder Betreuer) gehen sie mit einem selbst konstruierten und gebauten Lego-Roboter ins Rennen, der verschiedene Aufgaben absolvieren muss. In jedem Land werden identische Aufgaben gestellt. Im Jahr 2013 haben weltweit über 20.000 Teams an den Vorentscheiden der WRO in über 40 Ländern teilgenommen, in Deutschland waren es 111 Mannschaften. Das Finale 2013 fand im indonesischen Jakarta statt.

Für die World Robot Olympiad 2014 stehen deutschlandweit 300 Startplätze für interessierte Teams bereit. An 15 Standorten, darunter auch in Passau, werden ab Februar die Vorentscheide für das Deutschlandfinale ausgetragen, das am 14. Juni in Dortmund stattfinden wird. Die besten Teilnehmer fliegen im November wiederum zum Weltfinale der WRO nach Moskau. Infos direkt unter www.wiwe-pa.de.

Ein Jahr wissenswerkstatt Passau in Zahlen:

Angebotene Kursthemen: 25
Anzahl durchgeführter Kurse: 400
Gesamtanzahl Teilnahmen: 4.600
Schulteilnahmen: 58%
Private Teilnahmen:  42%
Stadt Passau:  47%
Landkreis Passau:  53%
Anteil Jungen: 61%
Anteil Mädchen: 39%

 

(Fotos: wiwe)

Pressekontakt:
wissenswerkstatt Passau e.V.
Gernot Hein, Vorstand
Tel. +49 (0)851 494-2480
Fax: +49 (0)851 494-90 2480
Email: gernot.hein@zf.com

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Christian Eder , wiwe-Werkstattmeister, in einem Kurs zum Thema „Elektronen unterwegs – einfacher Stromkreis“.




Der Vorstand der wissenswerkstatt: (Von links) Manfred Reichenstetter, stellvertretender Vorsitzender und Schatzmeister, Regierungsdirektor Klaus Froschhammer vom Landratsamt Passau, Dr. Manfred Schw




Freuen sich über eine optimale Entwicklung der wissenswerkstatt Passau, die im ersten Jahr ihres Bestehens 4.600 Kinder und Jugendliche besucht haben. Die Gründungsmitglieder (von links): B




wiwe-Leiter Ralf Grützner, bei einem Kurs zum Thema „Wasser“.